MikroTribologie Centrum µTC

MikroTribologie Centrum µTC

Reibung und Verschleiß verkürzen die Lebensdauer von Bauteilen und beeinträchtigen die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit von technischen Systemen. Die Mikrotribologie steht für die Erforschung dieser tribologischen Elementarprozesse, ihrer Modellierung und die Simulation des resultierenden Systemverhaltens.

Das MikroTribologie Centrum µTC erforscht mit experimentellen und numerischen Methoden die grundlegenden Zusammenhänge und erarbeitet Lösungen, mit denen Reibung und Verschleiß gezielt eingestellt werden können. Das µTC bietet seiner Kundschaft zudem umfassende Beratung. Etwa 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ingenieur- und Naturwissenschaften arbeiten in Pfinztal, Karlsruhe und Freiburg an tribologischen Fragestellungen. Der Fokus liegt auf themen- und skalenübergreifender Analytik, begleitender Modellbildung und Simulation sowie Untersuchung und Optimierung tribologischer Systeme.

MikroTribologie Centrum µTC - eine Kooperation von Fraunhofer und KIT

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Das MikroTribologie Centrum ist eine gemeinsame Initiative des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM und des Instituts für Angewandte Materialien - Computational Materials Science (IAM-CMS) des Karlsruher Instituts für Technologie KIT. Es vereinigt die tribologischen Aktivitäten beider Institute.

Die besondere Stärke des µTC besteht in der Kombination von industrienaher Forschung und den Kompetenzen in den Grundlagenwissenschaften sowie der Lehre. Von dieser Kombination profitiert unsere Kundschaft durch maßgeschneiderte Projekte, einem breiten Dienstleistungsspektrum sowie der tiefgehenden Bearbeitung von grundlegenden Forschungsaufgaben.

10. und 11. November 2015: Symposium »Additive Fertigung in der Medizintechnik«

Der Trend zur Individualisierung zeigt sich auch bei Medizinprodukten und ihrer Herstellung: Individuelle medizinische Erzeugnisse, wie maßgeschneiderte Implantate und Orthesen, sind die Zukunft der Medizintechnik. Ihre direkte Herstellung aus spezifischen Messdaten kann Teil der nächsten industriellen Revolution sein: der Additiven Fertigung von Produkten.

Auf unserem Fachsymposium präsentieren namhafte Vortragende aus Wissenschaft und Industrie Anwendungsbeispiele individueller Implantate und Orthesen aus unterschiedlichen Fertigungsverfahren und diskutieren, welche Herstellungstechniken zukunftsweisend sind. Zudem skizzieren sie ganze Herstellungsketten. Die Expertinnen und Experten zeigen Ansätze, die das digitale Design individueler Medizinprodukte bequemer machen und die Steuerung der Software vereinfachen.
Informieren Sie sich über die Medizintechnik von morgen, nehmen Sie Teil an der Entwicklung zukunftsträchtiger Projekte und knüpfen Sie wichtige Kontakte im Forschungs- und Entwicklungsbereich der Additiven Fertigung.
Link zum Veranstaltungsflyer und Anmeldung (PDF)

Polymertribologie

Polymere zeichnen sich in tribologischen Anwendungen durch Gewichtsersparnis, gute Trockenlaufeigenschaften und Vorzüge in der Verarbeitung aus.  Die Herausforderung besteht in der Bewertung und Optimierung des Gesamtsystems, damit polymere Tribowerkstoffe ihre Stärken ausspielen können. Hier setzt das Fraunhofer IWM mit Kompetenz bei der Modellbildung und Simulation an und trägt damit dem wachsenden Forschungsbedarf Rechnung.

Thermoplasten kommt in der Tribologie ein besonderer Stellenwert zu, weil sie mit geeigneten Füllstoffen compoundiert, einen guten Verschleißwiderstand bei geringem Gewicht  haben. Den Motorraum von Fahrzeugen haben diese Werkstoffe vor dem Hintergrund geringer Geräuschentwicklung und zunehmender Bauteilkomplexität und ihrer chemischen Beständigkeit längst erobert. Ihr Potenzial, zur Minderung von Reibung und Verschleiß und damit zur Energieeffizienz in der Mobilität beizutragen, ist noch lange nicht ausgeschöpft.

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