Geschmierte Polymer – Stahlkontakte haben Tücken

4.7.2017

© Fraunhofer IWM

Wenn Polymere mit Schmierstoffen in Kontakt kommen, beginnen komplexe Prozesse, die zu unerwarteten tribologischen Reaktionen führen können. Durch die Benetzung der Polymer- und Stahloberfläche getrieben, verbinden oder separieren die Schmierstoffe die Oberflächen. Teilweise kommt es zum Anlösen der polymeren Oberflächen, die tribologisch vorteilhaft sein können, sich aber in anderen Fällen  auch negativ auswirken können.

Ein neuer Artikel, der im Fachjournal “Lubricants” erschienen ist, analysiert die energetischen Eigenschaften der Oberflächen mittels Benetzungstests. Mittels umfangreichen Berechnungen wurden die Energieanteile separiert, die zu Spreitung, Adhäsion oder Oberflächenanlösung führen. Diese Energiebeträge wurden dann in Relation zur gemessenen Reibung gebracht und bewertet.

Es zeigt sich, dass diese Methode neue Einsichten in die Polymer- und Schmierstoffentwickung ermöglicht. Tribosysteme können auf der Basis des beschriebenen Modells besser abgestimmt werden. Darüber hinaus können Empfehlungen für die Polymer- und Ölauswahl getroffen werden.